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Reisebericht
Malaysia
Frank's Rundreise
2003
Im Frühjahr
2003 unternahm FSeidi eine seiner schönsten Reisen
- eine Rundreise durch Malaysia.
Die Tour
führte uns durchs ganze Land, von Borneo bis
Penang, von Malacca bis Kuala Lumpur, vom Dschungel bis
in die Millionenstadt, zu Tempeln, Höhlen,
Moscheen und Langhäusern - vor allem aber zur
malayischen Bevölkerung. Als Verkehrsmittel
erwarteten uns Flugzeuge, Kombiwagen, Taxis,
Schnellboote und eine Fähre...
Es waren 17 aufregende und unvergesslich schöne
Tage. Dieser Reisebericht kann daher nur einige
Impressionen wiedergeben. Das Erlebnis Borneo und
Westmalaysia umfassend in Wort und Bild darzustellen,
wird mir nicht gelingen. Betrachtet das Folgende
einfach als Streifzug durch einige schöne und
interessante Gegenden des Landes aus Gold...
Impressionen:
Borneo
Sabah
Unsere Rundreise begann auf Borneo, genauer im
malayischen Bundesstaat Sabah. Wir erreichten die
Provinzhauptstadt Kota Kinabalu nach einer
17-stündigen Anreise aus Deutschland. Die Malaysia
Airlines fliegt ab Frankfurt nach Kuala Lumpur im
Direktflug, der Inlandsflug nach Kota Kinabalu brachte
uns sogar noch eine Zwischenlandung auf der Insel
Labuan ein. Sabah, das "Land mit dem traurigen
Himmel", wie es chinesische Seefahrer früher
nannten, ist ein Paradies für
Naturliebhaber.
Tunku Abdul Rahman Nationalpark
FSeidis erstes Erlebnis in Sabah war eine abendliche
Bootstour durch den Tunku Abdul Rahman Nationalpark. Er
besteht aus verschiedenen nahezu naturbelassenen Inseln
vor Kota Kinabalu, unser Guide lies sich zumindest
einen Besuch der Schlangeninsel zu unserer
Erleichterung erstaunlich schnell ausreden :-). Wir
kurvten zwischen den Inseln umher, besuchten eine
Forschungsstation für Korallen und erlebten einen
wunderschönen Sonnenuntergang über dem
Pazifik.

Sonnenuntergang über dem
Pazifik
Kinabalu National Park
Ein riesiger, scheinbar unberührter Dschungel
untermalt die atemberaubende Schönheit des
Kinabalu National Parks. Dieser Nationalpark bietet den
jährlich nur ca. 12.000 Touristen aus aller Welt
ein unvergessliches Naturerlebnis. Wir fuhren mit einem
unermüdlich Berge und Täler bezwingenden
Kombiwagen (zu deutsch Kleinstbus) zum Mount Kinabalu
und besuchten nach einer noch harmlosen Wanderung
auf dem "Silau Silau Trail" den "Canopy
Walkway", die in den Wipfeln der
Urwaldriesen schaukelnden Hängebrücken von
Poring.
Eine Propellermaschine brachte uns nach einem kurzen
Zwischenstopp in Bintulu nach Kuching - der Haupstadt
Sarawaks.
Sarawak
FSeidis Residenz lag - wo sonst - am schönen
Damai Beach. Von dort aus unternahmen wir
Tagesausflüge u.a. nach Kuching und an die
indonesische Grenze zu den Bidayuh-Langhäusern.
Die Bidayuh sind einer der vielen eingeborenen
Stämme, die ihre Dorfgemeinschaft in diesem auf
Pfählen errichteten Langhäusern pflegen. Aber
auch im Kulturdorf am Damai Beach sind traditionelle
Häuser der verschiedenen Ethnien zu
besichtigen.

Bidayuh-Langhaus unweit der indonesischen
Grenze
Unser Stadtbummel in Kuching glich einer Reise durch
die Geschichte Sarawaks bis ins Heute. Das Fort
Margherita, die State Moschee und der Tua Pek
Kong-Tempel sind interessante Anlaufpunkte. Meine
Empfehlung sind aber auf jeden Fall das Sawarak-Museum,
die Rathäuser in Form umgestülpter
Federbälle und der futuristische Aussichtsturm
nahe dem chinesischen Friedhof! Auch sollte man
unbedingt den Markt besuchen und dann auf der
Uferpromenade schlendern. Übrigens gelangt man
für wenig Geld mit einer Barke von der
Anlegestelle der Promenade ans andere Ufer des Flusses
zu einem wunderschönen Orchideengarten.
In Semonggoh beobachteten wir die Fütterung
halbwilder Orang Utans im Regenwald rund um diesen
Schutzpark. Die Wildhüter versuchen auch den
Bestand an Nashornvögeln, Affen und
Wickelbären der Umgebung zu sichern.

Orang Utan mit Nachwuchs
Leider mußten wir nach 7 Tagen Borneo
"Lebewohl" sagen. Unsere Reise führte
uns nun per Inlandsflug nach K.L., von dort ging es auf
dem Highway, vorbei an unendlichen Öl- und
Gummibaumplantagen, weiter nach Malacca.
Malayische Halbinsel
(Westmalaysia)
Malacca
Die altehrwürdige Stadt Malacca (auch Melaka) an
der Straße von Malacca ist berühmt durch
seine Bedeutung in kolonialer Zeit. Die Stadt wurde
bereits um 1400 gegründet, von den Portugiesen,
dann von den Holländern erobert, übernahmen
sie 1824 die Engländer. Bis zur
Unabhängigkeit Malaysias hatte Malacca als
Handelsplatz außerordenliche
Bedeutung.
FSeidi durchstreifte die Stadt
vom Porta de Santiago, über die Harmony Street mit
ihren vielen Tempeln, über den Roten Platz bis zum
historischen Hafenbecken am Sungai Melaka.
Eindrucksvoll war auch die Licht- und Tonshow, die
täglich 21.30 Uhr zu Füßen des Porta de
Santiago in englischer Sprache stattfindet. Dabei
werden bedeutsame historische Bauwerke der Stadt
angestrahlt und Episoden aus der Geschichte Malaccas
nacherzählt. Abends im Hotelzimmer konnten wir
sogar Fernsehprogramme aus Singapur empfangen, welches
nicht mehr weit entfernt an der Südspitze der
Halbinsel liegt.
Kuala Lumpur
Nach so viel Kultur und Natur konnte der Kontrast
nicht größer sein - FSeidis nächstes
Etappenziel hieß Kuala Lumpur (kurz
K.L.).
Die Hauptstadt Malaysias ist wirtschaftliches und
politisches Zentrum des Landes. Auf einer
Stadtrundfahrt lernten wir einige wichtige
Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen, jedoch erst
am Abend und dann am ganzen nächsten Tag gelang es
uns per Taxi und zu Fuß die wesentlichen
Highlights K.L. etwas ausführlicher zu bestaunen.
Kuala Lumpur besitzt mit den Petronas Twin Towers (452
m !!!) die derzeit höchsten Gebäude der Welt,
mit dem K.L.-Tower den höchsten Fernsehturm Asiens
und unweit des Sultan Abdul Samad Building den mit 100
m höchsten Fahnenmast der Welt.
Petronas Twin Towers
Vom K.L.-Tower bot sich uns ein gigantischer Blick
über die Stadt. Für Freunde des
Fotografierens empfehle ich dringend auch einen Besuch
des Hauptbahnhofes, welcher 1910 im maurischen Stil
erbaut wurde. Vor Eintritt der Totalerschöpfung
besuchten wir dann noch den Zentralmarkt, die Twin
Towers und das historische Flussdreieck, an dem Kuala
Lumpur als "Schlammige Flussmündung"
gegründet wurde.
Batu Caves
Auf dem Weg nach Kuantan machten wir einen
Abstecher zu den vor ca. 100 Jahren endeckten
mächtigen Kalksteinhöhlen. Dieser
Höhlenkomplex ist jedes Jahr Ziel einer
Pilger-Prozession der malayischen Hindus. Die
Feierlichkeiten dauern 2 Tage und es nehmen bis zu 1
Million Menschen am Thaipusam-Fest teil. Im Inneren der
Höhle sind verschiedene Schreine und Figuren zu
bestaunen.
Da FSeidi weder Hindu ist, noch Buße zu
tun braucht, ging es nach der schweißtreibenden
Besichtigung der Caves weiter über Kuantan nach
Cherating, dem nächsten Etappenziel der
Rundreise.
Kuantan
Ein kurzer Fotostopp ermöglicht ein
Erinnerungsfoto von diesem tollen Heim - dem
Sultanspalast in Kuantan.

... wie aus 1001 Nacht ...
Leider hatte FSeidi keine Zeit, mit dem Sultan
die weitere Marschrichtung abzusprechen :-)) -
unser Guide hatte sich zum Ziel gesetzt, das noch ca.
50 km entfernte Cherating zu erreichen.
Cherating
Erholung pur verspricht die Gegend um
Cherating - endlose, fast menschenleere
Sandstrände, idyllische Hotels, was braucht man
mehr.
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Auch in diesem Strandhotel
gilt:
DURIAN - Verzehr der Früchte im Hotel
verboten!
Kenner der Durian-Frucht meinen,
"Es ist, als ob man Mandelpudding auf
der Toilette essen würde."
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Kuala Terengganu
Ölfunde vor der Küste machten
innerhalb weniger Jahrzehnte aus dem ruhigen
Küstenort eine betriebsame Stadt. Terengganu
besitzt trotzdem noch eine ausgeprägte malayische
Kultur, was man als Touri, speziell als Frau, bei der
Auswahl der Kleidung unbedingt berücksichtigen
sollte.
Wir erschlossen uns die Stadt als Wanderer zwischen
Stadtpark, Mole, Markt, Stadtzentrum und Unterkunft -
insgesamt kann man sagen, dass man die Stadt zwar nicht
unbedingt gesehen haben muß - wer in der
Nähe ist, sollte sich aber zumindest die
"Schwimmende Moschee des Ostens"
anschauen:
Unterwegs in Fischerdörfern...
Unsere Tour Richtung Kota Bharu verlegten wir
weit abseits der Hauptstraße um auch das Treiben
in den abgeschiedenen Fischerdörfern erleben zu
können...
Kota Bharu
Die Hauptstadt von Kelantan, dem "Land
des Lichts" ist die interessanteste Stadt an der
Ostküste und unbedingt einen Besuch wert. Zum
Beispiel der Pasar Besar ist der farbenprächtigste
und größte Markt, den FSeidi in
Südostasien bisher gesehen hat. Das Warenangebot
wird in 3 Geschossen eines Markthauses feilgeboten, im
Freien reihen sich weitere Stände.
Aber auch sonst war es ein Erlebnis in der
Stadt herumzustreunen. Wir unternahmen einen
ausgedehnten Einkaufsbummel und mischten uns abends
unter die vielen Menschen, die sich in der Innenstadt
zum Markttreiben und Schlendern trafen.
Banding
Der Stausee Banding, gelegen im tropischen
Regenwald, wird in den meisten Reiseführern nicht
erwähnt und von Touris recht selten besucht. Um
dahin zu gelangen, tuckelten wir stundenlang auf einer
Paßstraße von der Ostküste in Richtung
Landesmitte bergauf und bergab, passierten Warnschilder
vor wilden Elefanten und erwehrten uns
einigermaßen erfolgreich den Angriffen der
nervigen Moskitos.

Ureinwohner mitten im Dschungel
Ein
großes Naturerlebnis und einige nachdenkliche
Stunden brachte uns die Bootstour auf dem See und das
"Wandern" im Dschungel ein.
Der Besuch des eingeborenen Stammes der Jahai in ihren
kleinen Hütten mitten im Dschungel ist
beeindruckend aber auch schockierend zugleich. Wir
lernten den Häuptling kennen, hielten mit ihm
über unseren Guide etwas Konversation und wurden
von den Kindern mehr oder weniger interessiert
gemustert. Die Frauen des Dorfes ignorierten uns
vollkommen, die älteren Dorfbewohner wollten
Handel treiben. Den nächsten Besuch eines
eingeborenen Stammes ohne elektrischen Strom und all
die anderen Errungenschaften unserer Zeit wird FSeidi
besser vorbereiten!
Am nächsten Morgen setzten wir unsere
Fahrt über die Paßstraße fort und
gelangten gegen Mittag an die Küste des indischen
Ozeans. Vom Hafen der Stadt Butterworth setzen wir per
Fähre auf die Insel Penang
über.
Georgetown / Penang
Touristen, überall Touristen, das war
FSeidis erster Eindruck von Penang. Die Insel mit ihrer
Inselhauptstadt Georgetown ist Anziehungspunkt für
Touris aus aller Welt! Hauptsächlich Australier
beherrschten Hotels, Strände und Gaststätten.
Unser bisheriger Reiseverlauf brachte uns kaum mit
anderen Touristen zusammen, wir waren zumeist allein
unterwegs.
Unverdrossen nahmen wir wieder unseren Streifzug durch
die Gegend auf, erforschten zu Fuß und mit dem
Taxi Georgetown, vor allem das Fort Cornwallis mit
dessen Uhrturm. Höhepunkt unseres Besuches auf
Penang war aber ohne Zweifel unsere ausführliche
Besichtigung des Kek Lok Si - Tempels.
Diese Tempelanlage auf Penang gilt als der
schönste und größte buddhistische
Tempelkomplex Südostasiens. Schon 1890 wurde mit
dem Bau des ersten Gebäudekomplexes begonnen und
bis heute wird der Tempel ständig erweitert. Schon
allein die 5000 Buddhas und die Statue der Kuan Yin
überwältigen jeden Besucher. Das
Herzstück des Tempels ist eine 50m hohe,
achteckige Pagode (rechts auf dem Foto), die FSeidi
sogar bestiegen hat...
Leider endet hier FSeidi's Reisebericht aus
Malaysia, denn nach 16 Tagen Aufenthalt ging auch
dieser Südostasien-Urlaub zu Ende.
Malaysia stellt sich im Internet vor:
http://www.tourismmalaysia.de
Dem
Leser vielen Dank für's Interesse!
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frank@fseidi.de
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